Sichere Ruhr

BMBF Projekt Sichere Ruhr

Die Ruhr mit ihrem Einzugsgebiet dient fast 5 Mio. Menschen als Naherholungsregion und stellt die Trinkwasserversorgung für den Ballungsraum Ruhrgebiet sicher. Darüber hinaus ist die Ruhr das bevorzugte Naherholungsziel und wird trotz mikrobiologischer Risiken zum Baden genutzt, obwohl in weiten Teilen Badeverbot besteht. Die Erfolge im Gewässerschutz der letzten Jahrzehnte haben zweifellos den Gesundheitsschutz der mit Trinkwasser aus der Ruhr versorgten Bevölkerung verbessert. Dennoch hat der analytische Nachweis von „neuen“ Stoffspuren in der Ruhr bei weiten Bevölkerungskreisen große Besorgnis über die Qualität ihres Trinkwassers hervorgerufen.

In diesem Umfeld soll jetzt erstmals ein umfassendes Konzept zum Risikomanagement der Ruhrwasserqualität für die Trinkwassernutzung und für eine mögliche temporäre Zulassung eines Badebetriebs entwickelt und implementiert werden. Ausgehend auf einer umfassenden Gefährdungsanalyse und Risikobewertung der Ruhrwasserqualität werden (a) innovative Maßnahmen zur Eintragsverminderung und ein Monitoring- und Frühwarnsystem bezüglich mikrobiologischer Risiken entwickelt und für einen Flussabschnitt im Stadtgebiet Essen erprobt und (b) ein innovatives Kommunikationskonzept zum Risikomanagement entwickelt und erprobt. Dieses baut auf repräsentativen Erhebungen zur Risikowahrnehmung in der Bevölkerung auf, und entwickelt eine projektbegleitende Risikokommunikation zu Gefährdungen und Nutzungsbedingungen unter Partizipation der beteiligten Wissenschaftler und aller relevanten Stakeholder. Daraus entsteht ein integriertes Realisierungskonzept für die sichere Bade- und Trinkwassernutzung der Ruhr, übertragbar auf andere Flussgebiete mit Trinkwassergewinnung und derzeit ungeregeltem Badebetrieb.

Sichere Ruhr PosterAP3neu.1pptx

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